Ägypten. Unlängst war die in Dresden ermordete Ägypterin im Fokus der Öffentlichkeit. Der Täter erhielt die Höchststrafe: Lebenslänglich. Der Aufschrei in der arabischen Welt war zuvor groß. Bestimmte Kreise verlangten sogar die Auslieferung des Täters nach Ägypten. (Anmerkung: Eine solche Tat ist in keiner Weise zu rechtfertigen).
Aber leider sitzen viele Ägypter in dem berühmten Glashaus, aus dem man nicht mit Steinen werfen sollte: Allein im Monat Juli wurden fünf junge koptische Christinnen entführt. Die CSI setzt sich in einer Protestkampagne dafür ein, dass die Umstände der Entführungen vollständig aufgeklärt werden und die Frauen zu ihren Familien zurückkehren können >>>Wo ist Amira?
In der Regel werden jungen Frauen – oft Minderjährige – nach der Entführung zwangsislamisiert und zwangsverheiratet. Dies ist eine von mehreren Formen der gewaltsamen Übergriffe auf die Christen in Ägypten. Solches wird nicht in unseren öffentlich rechtlichen Medien berichtet.
Es geht nicht darum, Hass zu säen und zu vergelten. Uns bleibt nur der Weg, das Unrecht bekanntzumachen und für die bedrängten koptischen Schwestern und Brüder im Gebet einzutreten. Unterstützungswürdig ist hierbei vor allem die Arbeit der CSI.
Heinz Josef Ernst