Zum „Gefangenen des Monats Dezember“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den in Äthiopien inhaftierten Christen Bashir Musa Ahmed benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen. Die Polizei beschuldigt den ehemaligen Muslim und Islam-Gelehrten, Bibeln an Muslime verbreitet zu haben, die wie Koran-Ausgaben aussehen. Dies sei „arglistig“. Einheimische Christen weisen diesen Vorwurf zurück. Die von dem 39-jährigen angebotenen Bibeln seien üblich und weit verbreitet. Ahmed musste bisher noch nicht vor Gericht erscheinen. Er gilt in der Region als mutiger Verkündiger der christlichen Botschaft. Wiederholt stieß er Glaubensgespräche zwischen führenden Christen und Muslimen an. Verwandte und Angehörige seines Stammes hatten seine Verhaftung durchgesetzt. Damit solle er abgehalten werden, die christliche Botschaft in der Somali-Region zu verbreiten, heißt es. Die IGFM ruft dazu auf, sich in Briefen an die äthiopische Botschaft für die Freilassung Ahmeds einzusetzen und dabei auf die in der äthiopischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit hinzuweisen. In der Somali-Region leben fünf Millionen meist muslimische Einwohner – überwiegend somalischer Herkunft. Von den nach Schätzungen 85 Millionen Einwohnern Äthiopiens sind 63 Prozent Christen – vorwiegend Mitglieder der äthiopisch-orthodoxen Kirche. 34 Prozent sind sunnitische Muslime. - Quelle: idea/IGFM
>>>Download Briefvorlage Äthiopien
Die ACAT bittet in der Dringlichkeitsaktion für Dezember um Unterstützung für drei Personen in Simbabwe, die von Folter bedroht sind, sowie für einen Menschenrechtsaktivisten in der indonesischen Provinz Papua, der bereits einige Morddrohungen erhalten hat. Die unterschriftsreifen Briefe können heruntergeladen und nach Einsetzen des Absenders an die entsprechenden Adressen in Simbabwe und Indonesien versandt werden. Eine Kopie an die jeweilige Botschaft in Berlin ist zu empfehlen (per Post, Fax oder eMail). Das Porto außerhalb Deutschlands beträgt jeweils € 1,70.
Das Gebetsblatt der ACAT mit neun Anliegen steht ebenfalls zum Download bereit.
Download Brief Simbabwe
Download Brief Indonesien
Quelle: ACAT Deutschland
Erstellt am Donnerstag 3. Dezember 2009
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Dieses Wortspiel in der Überschrift weist auf eine Realität in unseren Tagen hin, die einem in der Menschenrechtsarbeit Engagierten ein Ohnmachtsgefühl verursacht. Die “barmherzige” Religion (Islam) schafft es immer wieder, mit Hilfe ihrer “Speerspitzen” (den Islamisten) die Scharia neu einzuführen:
CSI 09.10.2009: Zwölf nördliche Bundesstaaten Nigerias haben das islamische Strafrecht eingeführt. Die Scharia sieht Strafen wie Steinigung, Amputation von Gliedmaßen und Peitschenhiebe vor. CSI verlangt die Aufklärung der Gewaltexzesse in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas und die Aussetzung menschenunwürdiger Strafen.
Steinzeitlich geht es immer noch in Pakistan zu. Dazu passt der Aufruf der IGFM und der Evangelischen Nachrichtenagentur Idea zur „Gefangenen des Monats Oktober”:
Die pakistanische Christin und Tagelöhnerin Asiya Bibi wurde von der Polizei am 19. Juni 2009 in dem Dorf Itanwali verhaftet, das sich 75 Kilometer westlich von der Millionenstadt Lahore entfernt befindet. Die in einer Obstplantage Beschäftigte wird von drei muslimischen Arbeitskolleginnen beschuldigt, den Propheten Mohammed in einem Gespräch über die Lage der religiösen Minderheiten beleidigt zu haben. Darauf steht in Pakistan gemäß dem Blasphemiegesetz die Todesstrafe. Der IGFM zufolge hat die Christin schon immer unter Diskriminierungen muslimischer Kolleginnen gelitten. Asiya Bibi befindet sich jetzt im Bezirksgefängnis der Stadt Sheikhupura. Ihr Ehemann Ashiq Masih, ein armer Ziegeleiarbeiter, ist mit den beiden 11 und 13 Jahre alten Töchtern – die ältere ist behindert – aus Furcht vor Übergriffen örtlicher Muslime untergetaucht. In Itanwali leben fünf christliche Familien unter rund 2.000 muslimischen. Bei einer Verhandlung am 15. Juli lehnte der Richter, der im Gerichtssaal von Muslimen mit dem Tode bedroht wurde, eine Freilassung der Frau auf Kaution ab. Der Fall wurde an das Oberste Gericht in Lahore weitergeleitet. Die IGFM und ihre pakistanische Partnerorganisation CLAAS gehen davon aus, dass die Vorwürfe gegen die Christin erfunden sind.
Sie rufen dazu auf, sich in Briefen an die pakistanischen Botschaften für die Sicherheit Asiya Bibis einzusetzen und ein gerechtes Verfahren zu fordern.
Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
Schaperstr. 29, 10719 Berlin
E-Mail: mail@pakemb.de
Botschaft der Islamischen Republik Pakistan
Bernastrasse 47, CH-3005 Bern E-Mail: parepberne@bluewin.ch
Erstellt am Freitag 9. Oktober 2009
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“….ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen…” (Jesus beim jüngsten Gericht; vergl. Matthäus 25,36). Wenn wir Gefangene befreien, befreien wir den noch heute leidenden und gefangenen Christus, der sich mit allen Unterdrückten und Verfolgten identifiziert. – Ich werde manchmal gefragt, was denn die Briefaktionen bewirken. Hier eine Antwort dazu von der CSI:
“Die gute Nachricht, dass die beiden Christen James Masih und Buta Masih am 16. April 2009 vom Obergericht in Lahore, Pakistan, endlich freigesprochen wurden, hat uns außerordentlich gefreut. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass Protestaktionen Wirkung haben und Regierungen wie auch Gerichte aufhorchen lassen. CSI berichtete mehrmals über diese beiden Christen, und genau vor einem Jahr haben viele CSI-Freunde Protestkarten für diese beiden Gefangenen ans Obergericht in Lahore gesendet. Das Verfahren wegen “Blasphemie gegen den Koran” begann bereits im Oktober 2006. Khalil Tahir, ein mit CSI befreundeter Rechtsanwalt, setzte sich, selbst oft in Gefahr, intensiv für diese beiden Männer ein und brachte ihren Fall bis vor das Obergericht in Lahore. Nun wurden sie nach so langer Zeit endlich freigesprochen. Dank sei unserem Gott dafür.”
Die ACAT berichtet aktuell über Freilassungen in Malaysia (3), in der Russischen Föderation (2) und im Tschad (1).
Die Folterung Christi ist noch nicht zu ihrem Ende gekommen. Sein Gesicht wird zerschlagen mit jedem Schlag in die Gesichter von Menschen. Sein Rücken krümmt sich in jedem von Hieben gekrümmten Rücken. Darum sind die Arbeit und der Protest gegen die Folter nicht nur eine moralische Aufgabe. Es ist eine Sache des Glaubens.
Nicht, ob einige Glaubenssätze falsch oder richtig zitiert werden, entscheidet über unseren Glauben. Er entscheidet sich an einer Lesekunst: Können wir die Schmerzen Christi in den Schmerzen der Opfer lesen? Fulbert Steffensky, Hamburg
Erstellt am Donnerstag 9. Juli 2009
Unter: Danksagung, Folter+Todesstrafe | Keine Kommentare »
Welt Online 19. März 2009: Der US-Bundesstaat New Mexico hat die Todesstrafe abgeschafft und ist damit der zweite Staat seit 1976, der sich für Haft statt Hinrichtungen entschlossen hat…Die Amerikanische Bürgerrechtsunion (ACLU) sprach von einem “historischen Schritt und einem klaren Signal, dass die Vereinigten Staaten wesentliche Fortschritte machen, um die Todesstrafe ein- für allemal abzuschaffen”. >>>Download New Mexico schafft Todesstrafe ab
Erstellt am Sonntag 29. März 2009
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