Auch Papst Benedikt XVI. hat zum Gebet für verfolgte Christen und Flüchtlinge aufgerufen und greift damit das Anliegen von Hilfswerken wie CSI, IGFM, ACAT, Kirche in Not und Open Doors auf.
In seiner Gebetsmeinung für den Monat August heißt es: “In zahlreichen Ländern würden Christen diskriminiert, ihre Menschenrechte auf Gleichheit und Religionsfreiheit müssten anerkannt werden, damit sie ihren Glauben frei leben und bekennen können.”
Der ACAT und der IGFM geht es um die Wahrung der Menschenrechte unabhängig von der Konfession, insbesondere um Abschaffung von Folter und Todesstrafe. Das Gebetsblatt der ACAT für August enthält Schicksale von Gruppen und Einzelpersonen – darunter auch Menschenrechtler – in folgenden Ländern: Palästina, Iran, Usbekistan, Russische Föderation, Bangladesh, Mexico, Indien, Nordkorea, Philippinen und Kambodscha. >>>Download Gebetsblatt
CSI aktuell:
Laos. Immer wieder befehlen die kommunistischen Behörden in ländlichen Gebieten Angehörigen von christlichen Minderheiten wie den Hmong, ihre Heimatorte zu verlassen. Zudem müssen diese Christen sämtliche Kosten tragen, die mit ihrer Ansiedlung am neuen Ort verbunden sind.
China. Gemäß führenden chinesischen Menschenrechtsorganisationen wie “China Aid” wird der im Februar 2009 festgenommene und an einem unbekannten Ort festgehaltene christliche Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng schwer gefoltert. CSI setzt sich in einer Protestkartenkampagne für seine Freilassung ein.
Bangladesh. Auf Druck islamischer Extremisten befahl Anfang April 2009 die islamische Lokalverwaltung des nördlich der Hauptstadt Dhaka gelegenen Distrikts Kurigram, sämtliche Bauarbeiten für eine neue Kirche während fünf Monaten zu unterbrechen. Bauherrin ist die freikirchliche “Calvary Ishai Fellowship”.
IGFM aktuell:
Iran. Der iranische Rechtsanwalt und Menschenrechtsverteidiger Abdolfattah Soltani (geb. am 2. November 1953) wurde am 16. Juni 2009 in Teheran festgenommen. Ohne Durchsuchungsbefehl, Vorladung oder Haftbefehl gegen Soltani drangen vier in Zivil gekleidete Beamte in seine Kanzlei ein und beschlagnahmten Computer, Handy und einige Unterlagen. Die Behörden verweigern jegliche Angaben zum Grund der Festnahme und zu seinem jetzigen Aufenthaltsort, selbst gegenüber seiner Familie.
Die zum Christentum übergetretenen Iranerinnen Maryam Rostampour (geborgen 1982) und Marzieh Amirizadeh Esmaeilabad (geboren 1979) sind am 5. März 2009 in Teheran verhaftet worden. Obwohl die beiden Frauen am 18. März einem Revolutionsgericht in Teheran vorgeführt wurden, ist bisher offiziell keine Anklage gegen sie erhoben worden. Nach Angaben eines Gefängnisbeamten sollen sie jedoch wegen ihres Abfalls vom Islam hingerichtet werden.
Russland. Memorial, Russlands größte und renommierteste Menschenrechtsorganisation, trägt Trauer. Natalia Estemirowa (50 J.), Leiterin ihrer nordkaukasischen Filiale, ist tot. Am 15. Juli 2009 wurde sie vor ihrem Haus in Grosnyj entführt. Wenige Stunden danach fand man ihre Leiche im benachbarten Inguschetien. Eine Hinrichtung, die Erinnerungen an den Mord an ihrer Freundin, der russischen Journalistin Anna Politkowskaja, vor drei Jahren hervorruft.
Kaum jemand weiß es: die allgemeine Wehrpflicht in Russland ist aufgehoben, aber die jungen Leute erfahren es erst durch die Soldatenmütter-Komitees. Gerade jetzt, wo junge Männer von der Straße weg razziamässig gefangen und zwangsweise zu Rekruten gemacht werden, ist Information das Wichtigste. Mit dem Erlass des Verteidigungsministers, mit dem eine absolute Bestimmungsgewalt in den Kasernen an den befehlshabenden Offizier überging, entstand wieder die bekannte schreckliche Situation wie zu Sowjetzeiten: Alles bekam und hatte seinen Preis, nur das Leben eines Rekruten nicht. Es kam zu einer Explosion der Korruption; Rekruten wurden Objekte des Sklavenhandels. Die Situation der Rekruten ist entsetzlich grausam, die Kaserne schlimmer als Gefängnis.